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EJW Delegiertenversammlung 2019

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Gottesdienst

Beim Gottesdienst zum Beginn der Delegiertenversammlung wurden die 155 Delegierten und Gäste um ein Opfer für das Projekt "Straßen- und Waisenkinder in Äthiopien" gebeten.
Dabei sind 950,22 EUR zusammengekommen.

Weitere Informationen zu diesem Projekt:
EJW-Weltdienst - Äthiopien

Presse-Mitteilungen zur Delegiertenversammlung 2019:
Evangelisches Jugendwerk hat zweifachen Auftrag
Respekt und solidarisches Miteinander gefordert
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Damaris Binder hat im März im EJW mit 30% als Landesreferentin für das Projekt Kirche Kunterbunt begonnen. Als Mutter von zwei kleinen Kindern liegt ihr diese Arbeit mit Familien besonders am Herzen.
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Im September 2018 hat Maximilian Mohnfeld seinen Dienst als Landesjugendreferent im EJW begonnen. Er ist für die Bereich Jugendevangelisation, Junge Gemeinden und Jugendgottesdienste zuständig.
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Michael Schofer hat ebenfalls im September 2018 als Landesreferent im EJW begonnen. Er arbeitet im VCP, dem Verband christlicher Pfadfinder, der dem EJW korporativ angeschlossen ist. 
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Cyrill Schwarz ist seit Januar 2019 mit 50% als Bereichsleiter für den Bereich Freizeiten im EJW. Mit seinen weiteren 50% leitet er gemeinsam mit seiner Frau Angela den CVJM in Tübingen.
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Liebe Delegierte, liebe Gäste,

Auswählen gehört zum Leben dazu! Wir wählen immer aus: Welchen Joghurt greife ich aus dem Kühlregal? Was zieh ich an? Wir wählen aus bei der Kommunal- und Europawahl – darum wird es heute Nachmittag gehen. Und wir wählen aus, wenn wir heute den Vorstand wählen.
Auswählen gehört zum Leben dazu. Und zugleich hat dieses Auswählen eine Kehrseite. Es ist lange her, aber ich erinnere mich gut: Showdown in der Turnhalle. Wir sitzen auf der Bank. Eigentlich ist immer klar, wer die Mannschaften in der Sportstunde wählen darf. Die zwei Besten. Dazu gehörte ich nicht. Ich hatte immer ein großes Ziel: Dass ich nicht der letzte bin, der gewählt wird. Denn, der Letzte zu sein, das sagt schon was: Du bist übrig. Eigentlich eine läppische Szene. Aber wahrscheinlich kennen wir das alle: Solche Momente, in denen ausgewählt wird. Und manchmal geht es tief, wenn wir es sind, die nicht ausgewählt werden.
Wie oft habe ich es erlebt, dass Menschen ihr Leben lang mit sich tragen, wo sie nicht ausgewählt wurden. Z.B. dieses Gefühl: Die Eltern mögen die Geschwister mehr als mich. Ich denke an den Mann mit weit über 80 Jahren. Immer, wenn er von seinen Eltern und den Geschwistern erzählte, standen ihm aufs Neue die Tränen in den Augen. Der Schmerz, sich nicht gewollt zu fühlen, hat ihn sein Leben lang nicht verlassen.
Auswählen gehört zum Leben dazu. Auch in der Jugendarbeit. Da gibt es die, die im Mittelpunkt stehen und die Außenseiter. Die irgendwie immer am Rand stehen.
Selbst für Petrus, den Apostel Jesu, war immer klar: Auswählen gehört zum Leben dazu. Da gibt es Juden und Heiden, da gibt es reine Tiere, die man essen darf, und unreine. Die Apostelgeschichte erzählt davon, wie Gott diese geordnete Welt des Petrus völlig auf den Kopf gestellt hat. Petrus ist in der Stadt Joppe. In einer Vision sieht er verschiedene Tiere. Solche, die nach dem jüdischen Gesetz rein sind, die man essen darf. Und solche, die unrein sein und aussortiert werden. Er hört eine Stimme, die befiehlt ihm: Iss! Alles! Petrus ist noch völlig durcheinander von diesem verwirrenden Tagtraum, da klopft es an der Tür. Diener des römischen Hauptmanns Kornelius stehen vor der Tür. Ihr Herr hat sie geschickt, um Petrus zu holen. Weil er von Jesus hören will. Ein Engel war ihm erschienen. Er hatte ihm gesagt: Lass Petrus holen.
Petrus geht dann zu diesem römischen Hauptmann. Dieser erzählt ihm die ganze Geschichte mit dem Engel und dass es seine große Sehnsucht ist, von Jesus zu erfahren.
Und dann berichtet die Apostelgeschichte in Kapitel 10, wie Petrus darauf reagiert: „Jetzt begreife ich wirklich, dass Gott nicht auf die Person sieht! 35 Wer ihn ehrt und nach seinen Geboten handelt, den nimmt Gott an – ganz gleich aus welchem Volk er stammt. 36 Das entspricht dem Wort, das Gott dem Volk Israel gesandt hat. Er hat ihm die Gute Nachricht verkündet, dass er durch Jesus Christus Frieden auf die Erde gebracht hat. Und Jesus Christus ist Herr über alle Menschen!“
Gott wählt nicht aus und sagt: Dich will ich, aber dich nicht. Gott sieht nicht auf die Person. Im griechischen Urtext ist dieser Satz noch viel deutlicher. Da heißt es wörtlich: Gott ist keiner, der auf das Gesicht achtet. Gott sagt nicht zu den einen: Dein Gesicht passt mir und bei anderen: Deine Nase passt mir nicht. So erleben wir es: Wir werden beurteilt nach dem, was wir darstellen. Und wenn Menschen sich nichts mehr zu sagen haben, dann heißt es: Ich kann dein Gesicht nicht mehr sehen!
Aber Gott ist keiner, der auf das Gesicht achtet, der sich beeinflussen lässt und beeindrucken. Sondern er sieht uns, unser Gesicht und unser Herz. Und zu jedem sagt Gott: du bist mir herzlich willkommen! Stellen wir uns vor: Der morgendliche Blick bei jedem von uns in den Spiegel. Ungeschminkt und ungeschützt schauen wir uns ins Auge. Und es ist, als ob Gott über diesen Spiegel schreibt: Du bist mir herzlich willkommen! An jedem einzelnen Morgen steht das über diesem Spiegel! Ich hoffe, wenn Ihr morgen früh in den Spiegel schaut, seht Ihr diese Schrift! Herzlich willkommen! Ob wir die sind, die im Mittelpunkt stehen oder die am Rand. Ob wir unser Gesicht mögen oder nicht. Gott sagt: Ich wähle dich und dich und dich. Keinen lässt er aus. So wie es Petrus formuliert: 35 Wer ihn ehrt und nach seinen Geboten handelt, den nimmt Gott an – ganz gleich aus welchem Volk er stammt. 36 Das entspricht dem Wort, das Gott dem Volk Israel gesandt hat. Er hat ihm die Gute Nachricht verkündet, dass er durch Jesus Christus Frieden auf die Erde gebracht hat.
Das ist wirklich eine gute Nachricht: Dass wir uns bei Gott nicht vorteilhaft präsentieren müssen, damit er uns annimmt und schätzt. Was uns dafür qualifiziert, angenommen, ausgewählt zu werden, das hat er selber schon längst getan: Durch Jesus hat er Frieden gebracht. So sagt es der Bibeltext. Frieden heißt: Du bist willkommen bei Gott! Frieden heißt: dass es Hoffnung auf ein neues Willkommen geben kann, selbst dann, wenn wir das Gesicht eines Menschen nicht mehr ertragen können. Und Frieden heißt: dass wir uns auch selbst willkommen sein können. Dass wir uns selbst annehmen können, auch wenn wir unseren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden, wenn wir merken: So, wie wir sind, passen wir eigentlich gar nicht zu Gott.
Es war am letzten Sonntag. Wir waren in unserer früheren Kirchengemeinde zu einer Konfirmation eingeladen. Im Gottesdienst ging alles bis gut, bis unsere jüngste Tochter einen Wutanfall bekam. Weil wir ihr nicht erlaubten, sich über die Brüstung der Empore zu hängen. Ich bin so schnell wie möglich mit dem schreienden Kind aus der Kirche. Der Pfarrer hat sein Kind nicht im Griff. Draußen hat sie sich nicht beruhigt, sondern so richtig Gas gegeben. Irgendwann war ich selber so genervt, dass ich sie ziemlich scharf angefahren habe. Das hat natürlich nichts gebracht, aber gerade in diesem Moment ist eine andere Familie um die Ecke gebogen. Perfektes Timing, jetzt bekommen sie auch noch mit, wie ich ausflippe. Ich merkte in diesem Moment: ich habe überreagiert. Ich bin nicht so perfekt, wie ich es gerne sein wollte. Am Abend hat meine Frau zu mir gesagt: „Wir haben immer gepredigt, dass Christen nicht perfekt sein müssen. Jetzt haben sie erlebt, dass das keine leeren Worte waren.“
Nicht Perfektion, sondern Vergebung. Das gilt. Weil Jesus einsteht für unser Leben mit seinem Leben. Weil er Frieden gebracht hat am Kreuz. Das gilt! Das gilt auch im EJW. Nicht Perfektion, sondern Vergebung. Wir dürfen uns selber willkommen sein, weil wir Gott willkommen sind.
Das kann die Grundmelodie unseres Lebens sein: Dass wir bei Gott herzlich willkommene Menschen sind.
Und das gilt für alle. Weil Gott in Jesus Christus zu allen gekommen ist, nicht nur zu ein paar Auserwählten.
Was spüren Menschen bei uns im Jugendwerk? Was erleben sie in unseren Bezirken und Orten? Spüren sie, dass sie bei Gott herzlich willkommen sind? Und dass sie uns herzlich willkommen sind? Für die Menschen in unseren Gruppen und Kreisen, in unseren Freizeiten sind wir der Spiegel, in den sie schauen. Die Frage ist, ob sie bei uns diese unsichtbare Schrift über diesem Spiegel lesen: Du bist herzlich willkommen! Die Frage ist, ob sie spüren: Hier gilt nicht Perfektion, sondern Vergebung.
Wir können es nicht ändern, dass Auswählen zum Leben dazu gehört. Und es ist für eine Demokratie unendlich wichtig, auswählen zu können. Wir können auch nicht die Lebensgeschichte von Menschen ändern. Wir können ihnen den Schmerz über Enttäuschungen nicht nehmen, ihre Erfahrung, nicht ausgewählt zu sein. Aber eines können wir: Wir können sie erleben lassen: In der evangelischen Jugendarbeit gelten andere Regeln: Da gilt nicht: Ene meine muh und raus bist du. Sondern da gilt: Du bist herzlich willkommen. Weil Gott gerade Dich ausgewählt hat! Amen.


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Schriftliche Berichte

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Vorstands-Wahl

Für den EJW-Vorstand lassen sich aufstellen:
Andreas Lämmle als Vorsitzender

Tina Dautel und Uli Steinestel als stellvertretende Vorsitzende

Als Vorstandsmitglieder:
Ann-Katrin Hartter, Julia Hermenau Oliveira, Andrea Hin, Ruben Kirchner, Timm Ruckaberle, Daniela Schäfer, Kerstin Schubert, Birgit Schwörer und Paul-Gerhard Stäbler

Gewählt wird in drei getrennten Wahlgängen. Die Ergebnisse werden am Ende der DV verkündigt.
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Bericht des Landesjugendpfarrers

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Jugendpolitik in evangelischer Verantwortung

Habt ihr ein Politikkonzept? Das war eine Diakonietagung und ich dachte, diese Frage kann man auch in der Evangelischen Jugendarbeit stellen, die kann ich mir als Referent für Jugendpolitik im EJW stellen, die kann ich aber auch hier mal in den Raum werfen, ohne dass wir sie jetzt gleich beantworten müssen. Denn diese Frage sich als Bezirksjugendwerk, als Ortsjugendwerk oder als CVJM selbst zu stellen, heißt ja: haben wir ein Idee, haben wir einen Plan, haben wir ein Konzept, wie wir als Teil im Gemeinwesen, wie wir als Evang. Jugendarbeit in Dörfern, Städten, Stadtquartieren und Landkreisen und in der Region Stuttgart, zusammen mit den anderen Akteuren - etwa z.B. den anderen Jugendverbänden - handeln wollen. Was uns wichtig ist.Wie wir uns beteiligen.Wie wir Verantwortung übernehmen.

Vertiefend die "Pflichtlektüre" vom CVJM Deutschland zum Thema Subsidarität und das Faltblatt zur Kinder- und Jugendbeteiligung des Landesjugendrings.
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Die Delegiertenversammlung des EJW ruft dazu auf, bei den Kommunal- und Europawahlen am 26. Mai 2019 vom Wahlrecht Gebrauch zu machen und wählen zu gehen. Sie unterstützt dabei den von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und vielen anderen gesellschaftlichen Gruppierungen getragenen Wahlaufruf: „Europa – eine gute Wahl!“.

Jugendarbeit im europäischen Horizont zu sehen, ist für das EJW eine Selbstverständlichkeit, gründete doch schon vor 175 Jahren am 6. Juni 1844 eine Gruppe junger Männer um den Kaufmann George Williams den ersten CVJM, der bald zu einer europaweiten und dann internationalen Jugendbewegung wurde. Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) ist als größter konfessioneller Jugendverband in Baden-Württemberg Teil dieser internationalen Bewegung und aufgrund seiner Geschichte auch Mitglied im Weltbund christlicher junger Frauen (YWCA). Diese NGO hat weltweit in vielen Ländern eine wichtige Rolle in der Unterstützung und Bildung von Mädchen und junger Frauen. Weiter ist das EJW Mitglied in der Initiative „Miteinander für Europa“.

Im Zusammenhang der Kommunal-und Europawahlen ruft die Delegiertenversammlung des EJW dazu auf, das politische Engagement auf Landes-, Bezirks- und Ortsebene in den Blick zu nehmen und das, was uns als evangelische Jugendarbeit hält und ausmacht, in die Gesellschaft hineinzutragen.

Angesichts gesellschaftlicher Spaltung, parteipolitischer Agitation und dem Schüren von Ängsten und Fremdenhass bekennen wir uns zur Menschenfreundlichkeit des Evangeliums.Auf dieser Basis rufen wir alle Wählerinnen und Wähler auf, ihre Stimme abzugeben für Respekt, Nächstenliebe, Frieden und ein solidarisches Miteinander.

Damit nimmt Evangelische Jugendarbeit ihre christliche Verantwortung in den gesellschaftlichen und politischen Diskursen wahr.

Weitere Informationen:
CVJM Deutschland
CVJM Weltbund (YMCA)
Weltbund christlicher Frauen (YWCA)
Miteinander für Europa

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BAK-Vorsitzende

Wir begrüßen die neuen BAK-Vorsitzenden - vielen Dank für euer Engagement und Gottes Segen für die neuen Aufgaben!
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Bekanntgabe der Vorstands-Wahlergebnisse





Der neue Vorstand des EJW besteht aus:
  • Andreas Lämmle (Vorsitzender)
  • Tina Dautel (stellvertretende Vorsitzende)
  • Uli Steinestel (stellvertretender Vorsitzender)
  • Ann-Katrin Hartter
  • Julia Hermenau Oliveira
  • Paul-Gerhard Stäbler
  • Timm Ruckaberle
  • Ruben Kirchner
  • Kerstin Schubert
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Abschluss

Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bernhäuser Forst für die Gastfreundschaft.

Die nächste DV findet am 9. Mai 2020 statt.

Redaktion Online-Magazin zur Delegiertenversammlung 2019:
Eberhard Fuhr (Text)
Julian Meinhardt (Foto und Video)
Franzi Töpler (Text, Bildredaktion)
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